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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2007-02-09

Avram Kokhaviv

Was der Westen nicht ertrüge

Sollten die Islamisten smart werden, Massenvernichtung vermeiden und statt dessen den gesetzeskonformen, politischen, nicht gewalttätigen Weg einschlagen und sollte ihre Bewegung lebendig bleiben, ist schwer zu sehen, was sie aufhalten könnte.

Das schreibt Daniel Pipes, ein «Islamisten»-Jäger vor dem Herrn, auf seiner Website.

Titel der Kolumne: Wie der Westen verlieren könnte (How the West Could Lose by Daniel Pipes New York Sun December 26, 2006).

Pipes - und niemand trifft es besser - verrät, was der Westen nicht erträgt, wie der Westen «verlieren könnte»... - verlieren muß.

Die Botschaft lautet: Der Westen erträgt keinen gesetzeskonformen Islam - der wäre nämlich nicht aufzuhalten.

Daniel Pipes wirft nicht die Flinte ins Korn, er will uns nur sagen, daß der Westen - wenn er nicht verlieren will - keinen gesetzeskonformen Islam, sondern einen gewalttätigen, ja auf Massenvernichtung ausgerichteten «Islamismus» braucht.

Nicht der Islam hat den «islamistischen Terror» nötig; der Westen braucht diesen Terror zur Legitimation seiner «antiterroristischen Gegenmaßnahmen».

Der deutsche Innenminister spricht ebenfalls von einer friedlichen, gesetzeskonformen «Bedrohung» - durch die zahlreich zunehmenden deutschen (!) Übertritte (!) zum Islam.

Alles «hausgemachte... potentielle Terroristen... auf unserm eigenen Mist gewachsen».

Gefürchtet wird der friedliche, «gesetzeskonforme» Islam, womit der Westen die geistige (!) Auseinandersetzung bereits verloren hat.

Indem die Kreuzzügler gegen den Islam sich eingestehen, daß sie einem «gesetzeskonformen» Islam nicht gewachsen sind, haben sie kapituliert.

Dies bedeutet nicht, daß der Krieg gegen den erwünschten, wenn auch nicht existenten Terror beendet wäre...

Der nicht existente Terror wird - durch Eigenschöpfung - existent gemacht.

Es kommt nicht darauf an, wer den Schrecken verbreitet, sondern was die Menschen glauben...

Der Hauptkriegsschauplatz sind die Medien; ob der Terror real sei oder nicht - entscheidet seine mediale Wirklichkeit.

Jeder - so oder so - inszenierte Terror ist Terror.

Der terroristischste allen Terrors ist der perfekt inszenierte - egal, von wem und durch wen.

Geschichtlich versteht sich der Terror als «Propaganda der Tat».

Eine Gegenpropaganda der Tat schließt alle Möglichkeiten des Terrors und seiner - offiziell erwünschten - Interpretation ein.

Das Attentat auf den einstigen und jetzigen Bundesminister Schäuble, das ihn an den Rollstuhl gefesselt hat, war ein - «hausgemachter... auf unserm eigenen Mist gewachsener» - terroristischer Akt, dessen Hintergründe nie richtig aufgeklärt wurden.

Der Täter: Sohn eines SPD-Bürgermeisters...

Schäuble war - kurz nach der Wiedervereinigung - grad dabei, in den neuen Bundesländern einen leistungsfähigen Verfassungsschutz zu organisieren.

Seine jüngste Ankündigung, bei der vorbeugenden Terrorismusbekämpfung mit der Gesetzeskonformität locker umgehen, ggf. eine «notwendige» Änderung des Grundgesetzes vornehmen zu wollen, verbreitet ihren Schrecken vor allem unter gesetzeskonformen Bürgern, die um ihre Rechtssicherheit fürchten.

Während die «Terrorismus»-Hatz ihre Ohnmacht vor einem gesetzeskonformen Islam zugeben muß, rüstet der staatseigene Terrorismus - auf neuer Gesetzesgrundlage demnächst - weiter hoch.

Die westliche Kreuzzugspolitik gegen den Islam steht unter dringendem Verdacht, den Terror - Terrorismus - selbst zu inszenieren, von Anfang an inszeniert zu haben.

Die Inszenierung des Terrors war die erste Kriegshandlung in «war on terror».

«The war on terror» ist gebündelter Staatenterrorismus par excellence.

Die Globalisierung hat sämtliche Register gezogen, um die westliche Dominanz in der Welt sicherzustellen.

Die deutsche Bundesregierung macht sich zum Komplizen einer verbrecherischen - staatsterroristischen - Kriegspolitik...

In einem vom Westen angezettelten Weltkrieg, der nicht nur nicht zu gewinnen, sondern bereits verloren ist.

Der «Krieg gegen den Terror» ist staatsterroristischer Antiislamismus - im übrigen nicht der Dritte, sondern der Vierte Weltkrieg.

Der - bereits verlorene - geistige Krieg gegen den Islam ist keine Verschleierung der Eroberungspolitik um natürliche Energiequellen.

Die List der Geschichte ist eine List Gottes, die das materielle Machtstreben des Menschen geistig unterläuft.

Es bleibt die Erkenntnis seiner scharfsinnigsten Inspiratoren, daß der Kreuzzug gegen den Islam an den Fronten stecken bleibt, während der Geist des Islam die Herzen und Köpfe des Westens gewinnt.

Paul Wolfowitz zeigte der Fernsehwelt seine untragbar durchschossenen Kriegstreibersocken - beim Betreten einer Moschee.

Wohl der erste weise Schritt, wenn ich das richtig verstehe... - jener Schritt nämlich, den Daniel Pipes fürchtet, falls nicht auch er ihn demnächst tun wird.

Doch bitte vorher: Strümpfe aus und Füße waschen...

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