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kokhaviv publications

Qimosh - The New Qomish

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2005-03-30

Koresh Kukafka

So kommen wir nicht davon

Das kämpferische Element ist auch in der defensiven Überraschung ein Moment des Angriffs.

Was wir erleben, ist eine Abfolge erwartet unerwarteter Ereignisse.

Eine ernsthafte Vorhersage hält sich fürs Staunen offen.

Ernste Prognosen möchten sich nicht erfüllt wissen.

Wir müssen uns davor hüten, eine politische Entwicklung, die uns nicht gefällt, als «außergewöhnlich böse» zu kriminalisieren.

Die Geschichte der Menschheit ist per se kriminell, aus schier ewigem Krieg gezeugt, geboren und geworden.

Da Krieg ein Verbrechen ist - Verwüstung, Mord und Hinterhalt, eine ewige Selbstschändung der Menschheit -, verdanken wir uns einer kriminellen - bösen - Veranlagung, einem verbrecherischen Schicksal, nämlich: unserm «Vater der Dinge».

Wir entrinnen ihm nicht.

Es gibt nichts als Verbrechen - oder weder Verbrechen noch Schuld und dergleichen, alles spielt vom Götterhimmel bestimmt auf den Bühnen jenseits von Moral und Ethik und Wertung nach Gut und Böse, nichts ist «falsch», denn alles ist «richtig», weil kismetisch vorbestimmt und eingeschnitten...

Auf niederer Ebene allerdings kommen wir - von höherer Warte betrachtet - als kollektiv «Verantwortliche» und «Schuldige» nicht davon.

Auf die Hierarchien der Macht, auf Klassen und Kasten übertragen, haben wir die «Schuld» im Volke zu suchen und zu finden: in der proletarischen Klasse, in den Kellerkasten der Sklaverei.

So - und nur so - ist die Moral noch zu retten.

Die historische Wahrheit ist die historische Wirklichkeit und also dem blanken Zynismus näher als jeder humanen Utopie.

An eine Selbstbefreiung der Sklaven glaube ich nicht mehr.

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